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Fettabsaugung: Vollnarkose, Dämmerschlaf oder Lokalanästhesie? Welche Betäubung ist die beste? Ratgeber 2026

Plastische Chirurgie Dresden

Viele Patienten machen sich vor einer Fettabsaugung große Sorgen um die Narkose. Die Angst vor der Betäubung ist oft stärker als die Angst vor dem Eingriff. Dieser Ratgeber erklärt die drei Narkosearten ehrlich und verständlich. Sie erfahren, welche Methode für welchen Körperbereich passt. Und Sie lernen die Risiken und Kosten jeder Variante kennen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Was Sie wissen sollten Details
Häufigste Narkose Örtliche Betäubung bei 80% aller Eingriffe
Vollnarkose nötig? Nur bei großen Bereichen oder Lipödem empfohlen
Sicherste Wahl Örtliche Betäubung hat das geringste Risiko
Kosten Örtlich im Preis, Dämmerschlaf +300-500€, Vollnarkose +800-1.200€
Ambulant? Ja, bei örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf

 

Welche Narkosearten gibt es bei der Fettabsaugung?

Bei einer Fettabsaugung stehen drei Betäubungsarten zur Wahl. Die örtliche Betäubung heißt auch Tumeszenz-Anästhesie und ist der Standard. Der Dämmerschlaf ist eine Mischung aus örtlicher Betäubung und leichtem Schlaf. Die Vollnarkose nutzen Ärzte nur bei großen Eingriffen. Auch hier wird eine Tumeszenzlösung mit geringer Dosierung eingespitzt.

Die Wahl der richtigen Narkose hängt von mehreren Faktoren ab. Wie groß ist der Bereich, den der Arzt behandeln soll? Wie viel Fett soll weg? Und was wünschen Sie sich als Patient?

Örtliche Betäubung (Tumeszenz) – Der Goldstandard

Der amerikanische Arzt Dr. Jeffrey Klein hat diese Methode in den 1980er Jahren erfunden. Heute ist sie weltweit der Standard für Fettabsaugungen. Der Name Tumeszenz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Aufquellung.

Bei dieser Methode spritzt der Arzt eine spezielle Lösung direkt in das Fettgewebe. Die Lösung enthält drei wichtige Stoffe: Kochsalz verdünnt das Ganze. Ein Schmerzmittel namens Lidocain betäubt den Bereich. Adrenalin macht die Blutgefäße eng.

Das Adrenalin in der Lösung ist besonders wichtig für Ihre Sicherheit. Es sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Dadurch blutet es während der Fettabsaugung kaum. Weniger Blutung bedeutet weniger Risiko für Sie.

Sie bleiben während des gesamten Eingriffs wach und können mit dem Team sprechen. Das klingt für manche Patienten beängstigend. Aber es macht den Eingriff tatsächlich sicherer. Sie können sofort sagen, wenn etwas nicht stimmt.

Ein großer Vorteil dieser Technik ist die höhere erlaubte Dosis an Schmerzmittel. Bei normalen Spritzen sind nur 7 Milligramm pro Kilo Körpergewicht erlaubt. Mit der Tumeszenz-Technik können Ärzte 35 bis 55 Milligramm pro Kilo nutzen. Der Körper nimmt das Mittel langsam auf und die Menge im Blut bleibt sicher.

Vorteile der örtlichen Betäubung:

Die örtliche Betäubung bietet das geringste Narkoserisiko aller drei Methoden. Es gibt keine allgemeine Narkose, die Ihren ganzen Körper betrifft. Der Arzt muss Sie nicht beatmen. Das senkt die Gefahr für Komplikationen  deutlich.

Die Erholung nach dem Eingriff geht schnell und unkompliziert. Schon nach ein bis zwei Stunden können Sie aufstehen und sich bewegen. Der Eingriff findet ambulant statt, Sie gehen am selben Tag nach Hause. Ein Aufenthalt über Nacht in der Klinik ist nicht nötig.

Ein weiterer Pluspunkt betrifft die Qualität der Körperformung durch die Fettabsaugung. Da Sie wach sind, können Sie während der Behandlung aufstehen und sich drehen. Der Arzt kann so die Körperform aus verschiedenen Blickwinkeln prüfen. Das Ergebnis ist präziser als bei einer Vollnarkose.

Nachteile der örtlichen Betäubung:

Die Einstiche der Nadel können für kurze Zeit unangenehm sein. Das Einspritzen der Lösung brennt für etwa fünf bis zehn Minuten leicht. Danach ist der Bereich gut betäubt und Sie spüren nur noch Druck.

Während der eigentlichen Absaugung nehmen Sie ein Druckgefühl wahr. Manche beschreiben es als Ziehen oder Schieben unter der Haut. Schmerzen haben Sie aber nicht, denn der Bereich ist ja betäubt.

Bei sehr großen Bereichen ist die örtliche Betäubung nicht geeignet. Bei mehr als drei bis vier Liter Fett brauchen Sie eine andere Methode. Die Menge an Schmerzmittel wäre dann zu hoch.

Dämmerschlaf – Der goldene Mittelweg

Der Dämmerschlaf ist eine Kombination aus zwei Methoden. Der Narkosearzt verabreicht Ihnen zuerst ein Schlafmittel über die Vene. Danach wird die normale örtliche Betäubung mit der Tumeszenz-Lösung eingespitzt..

Sie schlafen leicht, sind aber nicht völlig bewusstlos. Der Arzt oder das Team können Sie jederzeit ansprechen. Sie reagieren dann, erinnern sich aber später nicht daran. Der Narkosearzt überwacht während des Eingriffs Ihren Kreislauf und Ihre Atmung.

Die Medikamente für den Dämmerschlaf heißen Propofol oder Midazolam. Der Arzt kann die Tiefe des Schlafs sehr genau steuern. Wenn nötig, sindSie schnell erweckbar. Das macht diese Methode sehr flexibel und sicher.

Vorteile des Dämmerschlafs:

Sie erleben den Eingriff viel entspannter als bei der reinen örtlichen Betäubung. Die Zeit vergeht wie im Flug und Sie erinnern sich an nichts. Das ist besonders gut für Patienten mit Angst vor dem Wachsein.

Das Risiko bleibt deutlich geringer als bei einer Vollnarkose. Der Arzt beatmet Sie nicht und legt keinen Schlauch in Ihre Luftröhre.

Der Eingriff findet weiterhin ambulant statt und Sie gehen am selben Tag heim. Ein Aufenthalt über Nacht ist normalerweise nicht nötig.

Nachteile des Dämmerschlafs:

Die Kosten sind höher, weil ein Narkosearzt dabei sein muss. Rechnen Sie mit etwa 300 bis 500 Euro mehr als bei der reinen örtlichen Betäubung. Der Narkosearzt überwacht Sie während des gesamten Eingriffs.

Am Tag der Operation dürfen Sie nicht selbst Auto fahren. Sie brauchen eine Begleitperson, die Sie abholt und nach Hause bringt. Diese Person sollte in den ersten 24 Stunden bei Ihnen bleiben.

Vollnarkose – Nur wenn nötig

Bei der Vollnarkose schlafen Sie tief und bekommen nichts mit. Der Narkosearzt legt einen Schlauch in Ihre Luftröhre und beatmet Sie maschinell. Das ist die stärkste Form der Betäubung.

Diese Methode nutzen Ärzte nur bei bestimmten Eingriffen. Bei Lipödem-Behandlungen an mehreren Körperstellen ist sie empfehlenswert. Auch wenn der Arzt sehr viel Fett entfernen muss, kommt sie zum Einsatz.

Bei einer Vollnarkose bleiben Sie meistens eine Nacht in der Klinik. Das Team überwacht Sie nach dem Aufwachen noch mehrere Stunden. Das allgemeine Risiko für schwere Probleme liegt bei etwa 1 zu 200.000.

Wann ist eine Vollnarkose notwendig?

Eine Vollnarkose brauchen Sie bei Lipödem-Operationen an mehreren Körperzonen. Der Eingriff dauert dann oft viele Stunden und ist zu lang für andere Methoden.

Auch bei Kombinationseingriffen wie Bauchdeckenstraffung zusammen mit Fettabsaugung ist die Vollnarkose üblich. Der Arzt arbeitet an verschiedenen Stellen gleichzeitig.

Bei sehr großen Fettmengen über fünf Liter pro Sitzung ist Vollnarkose meist nötig. Die Menge an örtlichem Schmerzmittel wäre sonst zu hoch.

Manchmal wählen Patienten mit starker Angst die Vollnarkose. Das klingt erst einmal sinnvoll, bringt aber mehr Risiken mit sich.

Risiken der Vollnarkose:

Das Risiko für Blutgerinnsel in den Beinen steigt bei Vollnarkose deutlich an. Sie liegen mehrere Stunden völlig still. Das Blut fließt langsamer und kann leichter verklumpen.

Nach dem Aufwachen haben zehn bis dreißig Prozent der Patienten Übelkeit. Das ist unangenehm, geht aber normalerweise schnell vorbei. Der Arzt kann Medikamente dagegen geben.

Durch den Beatmungsschlauch ist Ihre Stimme danach manchmal heiser. Das verschwindet normalerweise nach ein bis zwei Tagen wieder von selbst.

 

Welche Narkose passt zu welchem Körperbereich?

Für die meisten Körperbereiche reicht die örtliche Betäubung völlig aus. Die Größe des Bereichs und die Fettmenge entscheiden über die beste Wahl.

Körperbereich Beste Narkose Warum?
Kinn und Hals Örtliche Betäubung Kleiner Bereich mit wenig Fett
Oberarme Örtlich oder Dämmerschlaf Gut abgegrenzt, ambulant machbar
Bauch Örtlich oder Dämmerschlaf Hängt von der Fettmenge ab
Hüften und Flanken Örtlich oder Dämmerschlaf Mittelgroßer Bereich
Oberschenkel innen Örtliche Betäubung Gut erreichbar
Oberschenkel außen Dämmerschlaf Größerer Bereich, längere Dauer
Reiterhosen Dämmerschlaf oder Vollnarkose Sehr großer Bereich
Knie Örtliche Betäubung Kleiner Bereich
Männerbrust Örtlich oder Dämmerschlaf Standard bei Gynäkomastie
Lipödem mehrere Stellen Vollnarkose Viel Fett, langer Eingriff

Bei einer Fettabsaugung am Doppelkinn reicht die örtliche Betäubung immer aus. Der Eingriff dauert nur etwa 45 bis 60 Minuten. Die Fettmenge ist gering.

Auch bei der Fettabsaugung am Bauch geht oft die örtliche Betäubung. Bei größeren Fettmengen empfehlen wir den Dämmerschlaf für mehr Komfort.

Die Fettabsaugung an Hüften und Reiterhosen braucht mehr Zeit. Hier ist der Dämmerschlaf eine gute Wahl. Das gilt besonders, wenn wir beide Seiten in einer Sitzung behandeln.

Bei der Fettabsaugung an den Oberschenkeln entscheiden wir je nach Fall. Die Innenseite behandeln wir meist mit örtlicher Betäubung. Die Außenseite ist größer und spricht für den Dämmerschlaf.

 

Schmerzen bei der Fettabsaugung – Was Sie wirklich erwartet

Die größte Sorge vieler Patienten vor dem Eingriff sind Schmerzen. Hier die ehrliche Antwort: Während der OP spüren Sie Druck und Bewegung. Aber Sie haben keine Schmerzen, weil der Bereich gut betäubt ist.

In den ersten drei bis fünf Tagen fühlt es sich wie Muskelkater an. Das ist unangenehm, aber gut auszuhalten mit normalen Schmerzmitteln.

Während der Operation

Bei örtlicher Betäubung spüren Sie die Einstiche der Nadel als kurzes Piksen. Das Einspritzen der Lösung brennt für etwa fünf bis zehn Minuten leicht. Dann ist der Bereich gut betäubt.

Während der eigentlichen Absaugung nehmen Sie ein Druck- und Zerrungsgefühl wahr. Schmerzen haben Sie aber nicht. Viele Patienten unterhalten sich während der Behandlung ganz entspannt mit dem Team.

Beim Dämmerschlaf bekommen Sie nichts mit und erinnern sich nicht daran. Bei Vollnarkose schlafen Sie tief und sind komplett schmerzfrei.

Nach der Operation – Die ehrliche Zeitlinie

Zeit nach OP Was Sie erwarten können
Tag 1 bis 3 Stärkste Schmerzen wie intensiver Muskelkater, Schwellung und blaue Flecken
Tag 4 bis 7 Schmerzen werden deutlich weniger, Bewegen fällt leichter
Woche 2 bis 4 Noch etwas Druckgefühl an den Stellen, Mieder ist Pflicht
Monat 2 bis 3 Taubheitsgefühle gehen weg, Gefühl kommt zurück
Monat 4 bis 6 Endergebnis ist sichtbar

Für die Behandlung der Schmerzen reichen meist Ibuprofen oder Paracetamol aus. Nehmen Sie die Tabletten in den ersten Tagen regelmäßig ein.

Kühlen Sie die behandelten Stellen, aber legen Sie das Kühlpack nicht direkt auf die Haut. Wickeln Sie ein Tuch darum. Das Kompressionsmieder hilft gegen Schwellung und Schmerzen.

Eine frühe Lymphdrainage beschleunigt die Heilung und lindert Beschwerden. Fragen Sie uns nach dem besten Zeitpunkt dafür.

 

So bereiten Sie sich auf die Narkose vor

Eine gute Vorbereitung senkt die Risiken und verbessert Ihre Heilung. Diese Regeln gelten für alle Narkosearten:

Kommen Sie nüchtern zum Eingriff. Das bedeutet: Sechs Stunden vorher nichts essen. Auch nicht rauchen. Klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee sind bis zwei Stunden vorher erlaubt.

Sagen Sie uns alle Medikamente, die Sie regelmäßig nehmen. Besonders wichtig sind Blutverdünner. Aspirin, Ibuprofen und Vitamin-E-Präparate verdünnen das Blut. Diese Mittel setzen Sie nach Absprache zehn bis vierzehn Tage vor der Operation ab.

Bei einer Vollnarkose treffen Sie den Narkosearzt vorher in einem eigenen Termin. Er fragt nach früheren Krankheiten, Narkosen und Allergien. Bringen Sie wichtige Befunde mit: EKG, Laborwerte und Arztbriefe.

 

Risiken der verschiedenen Narkosearten ehrlich erklärt

Jede Narkoseart hat bestimmte Risiken. Die örtliche Betäubung ist die sicherste Variante. Die Vollnarkose hat das höchste Risiko, auch wenn es insgesamt gering bleibt.

Risiken bei örtlicher Betäubung

Eine Vergiftung durch zu viel Schmerzmittel ist sehr selten. Sie tritt nur auf, wenn der Arzt zu viel spritzt. Erfahrene Ärzte vermeiden das zuverlässig.

Allergische Reaktionen auf das Schmerzmittel sind ebenfalls selten. Weniger als 0,1 Prozent der Patienten sind betroffen.

Manchmal wird Patienten schwindlig durch Aufregung. Das nennt sich vasovagale Reaktion. Es ist unangenehm, aber harmlos und geht schnell vorbei.

Infektionen können wie bei jedem Eingriff auftreten. Strenge Hygiene und sauberes Arbeiten senken dieses Risiko stark.

Risiken bei Dämmerschlaf

Die Schlafmittel können die Atmung flacher machen. Deshalb überwacht der Narkosearzt Sie die ganze Zeit.

Etwa zehn Prozent der Patienten haben danach Übelkeit. Das geht normalerweise schnell vorbei. Allergien auf die Medikamente sind selten.

Risiken bei Vollnarkose

Das Risiko für Blutgerinnsel steigt bei Vollnarkosean. Es ist drei- bis fünfmal höher als bei örtlicher Betäubung. Der Grund: Sie liegen mehrere Stunden völlig still. Das Blut fließt langsamer und kann leichter verklumpen.

Die Gefahr, dass Mageninhalt in die Lunge kommt, ist sehr klein. Trotzdem ist es wichtig, nüchtern zu kommen.

Zehn bis dreißig Prozent der Patienten haben nach dem Aufwachen Übelkeit. Eine heisere Stimme durch den Beatmungsschlauch geht nach ein bis zwei Tagen weg.

Wir arbeiten in unserer Praxis mit erfahrenen Narkoseärzten zusammen. Sie überwachen Sie während des gesamten Eingriffs. Vor jeder Operation gibt es ein ausführliches Gespräch mit dem Narkosearzt.

Thrombose – Ein wichtiger Punkt bei der Wahl

Das Thromboserisiko verdient besondere Beachtung bei der Narkosewahl. Bei Vollnarkose ist es drei- bis fünfmal höher als bei örtlicher Betäubung.

Der Grund ist einfach: Bei Vollnarkose liegen Sie völlig still. Ihre Beinmuskeln arbeiten nicht und pumpen wenigerBlut. Das Blut stockt und kann leichter verklumpen.

Bei örtlicher Betäubung können Sie während der Operation aufstehen und sich bewegen. Das aktiviert die Muskelpumpe in den Beinen. Das Blut fließt besser und das Thromboserisiko sinkt deutlich.

Falls eine Vollnarkose nötig ist, schützen wir Sie mit mehreren Maßnahmen. Sie bekommen Thrombosestrümpfe und nach der Operation Blutverdünner-Spritzen. Außerdem stehen Sie noch am selben Tag auf und gehen erste Schritte.

 

Wann sollten Sie welche Narkose wählen?

Die richtige Wahl hängt von mehreren Faktoren ab. Hier eine Hilfe zur Entscheidung:

Örtliche Betäubung ist ideal, wenn:

Sie nur einen kleinen Bereich behandeln lassen. Zum Beispiel Kinn, Knie oder Oberarme. Die Menge an Fett liegt unter zwei bis drei Litern. Sie haben keine Angst davor, während des Eingriffs wach zu sein. Sie möchten schnell wieder fit sein und nach Hause gehen.

Dämmerschlaf ist sinnvoll, wenn:

Sie mehrere Bereiche in einer Sitzung behandeln lassen möchten. Der Eingriff dauert länger als eine Stunde. Sie fühlen sich unwohl bei dem Gedanken, wach zu sein. Aber Sie möchten die Risiken einer Vollnarkose vermeiden.

Vollnarkose ist nötig, wenn:

Es sich um eine große Lipödem-Operation an mehreren Stellen handelt. Der Arzt mehr als fünf Liter Fett entfernen soll. Gleichzeitig macht der Arzt andere Eingriffe wie eine Bauchdeckenstraffung.

 

Was kostet die Narkose bei einer Fettabsaugung?

Die Kosten für die Narkose sind Teil des Gesamtpreises. Sie unterscheiden sich je nach Methode deutlich.

Narkoseart Zusatzkosten ungefähr Was ist dabei?
Örtliche Betäubung Im Grundpreis enthalten Schmerzmittel und Spritzen
Dämmerschlaf 300 bis 500 Euro mehr Narkosearzt, Schlafmittel, Überwachung
Vollnarkose 800 bis 1.200 Euro mehr Narkosearzt, Beatmung, eine Nacht in der Klinik

Die Gesamtkosten einer Fettabsaugung hängen vom Umfang des Eingriffs ab. Ein einzelner kleiner Bereich wie das Doppelkinn kostet weniger. Die Behandlung mehrerer Stellen kostet entsprechend mehr.

Ein Beispiel: Bauch mit örtlicher Betäubung kostet weniger als mit Vollnarkose. Sie sparen die Kosten für den Narkosearzt. Im Beratungsgespräch bekommen Sie einen genauen Kostenvoranschlag. Wir zeigen jeden einzelnen Posten. So wissen Sie genau, wofür Sie bezahlen. Mehr zu Kosten und Finanzierung lesen Sie auf unserer Seite dazu.

 

Unsere Empfehlung bei PassinAesthetik Dresden

In unserer Praxis in Dresden führen wir die meisten Fettabsaugungen unter örtlicher Betäubung durch. Das ist eine bewusste Entscheidung aus guten Gründen.

Warum wir örtliche Betäubung bevorzugen

Die örtliche Betäubung bietet die höchste Sicherheit aller drei Methoden. Es gibt kein allgemeines Narkoserisiko. Der Arzt beatmet Sie nicht und legt keinen Schlauch in die Luftröhre.

Die Ergebnisse bei der Körperformung sind oft besser als bei Vollnarkose. Der Grund: Sie können während der Behandlung aufstehen und sich drehen. Der Arzt sieht Ihre Körperform aus allen Blickwinkeln. Das ermöglicht eine präzisere Arbeit.

Die Erholung geht schnell und unkompliziert. Nach ein bis zwei Stunden stehen Sie auf. Sie gehen am selben Tag nach Hause. Keine Übernachtung in der Klinik ist nötig.

Ein weiterer großer Vorteil: Sie können während des Eingriffs mit uns reden. Wenn etwas nicht stimmt, sagen Sie es sofort. Das ist bei Vollnarkose nicht möglich. Diese direkte Kommunikation macht den Eingriff sicherer.

Viele Patienten sind überrascht, wie entspannt der Eingriff unter örtlicher Betäubung abläuft. Die anfängliche Angst vor dem Wachsein geht oft schnell weg. Manche hören während der Behandlung Musik über Kopfhörer. Andere unterhalten sich mit dem Team.

Moderne Techniken für schonende Eingriffe

Wir nutzen die WAL-Technik mit Wasserstrahl für unsere Fettabsaugungen. Ein sanfter Wasserstrahl löst das Fettgewebe schonend. Das verursacht weniger Schäden am Gewebe. Es tut weniger weh. Die örtliche Betäubung reicht fast immer aus.

Der Leonardo Laser strafft zusätzlich die Haut während des Eingriffs. Auch diese Behandlung führen wir ambulant unter örtlicher Betäubung durch. Mehr zu den verschiedenen Techniken der Fettabsaugung lesen Sie auf unserer Übersichtsseite.

 

Fazit: Welche Narkose passt zu Ihnen?

Die Wahl der Narkose hängt von drei Dingen ab. Wie groß ist der Bereich? Wie fit sind Sie? Was wünschen Sie sich?

Für die meisten Patienten ist die örtliche Betäubung die beste Wahl. Sie bietet hohe Sicherheit, schonende Behandlung und schnelle Erholung.

Wir beraten Sie gern in einem persönlichen Gespräch. Dr. Passin nimmt sich Zeit für alle Ihre Fragen. Ehrlich, transparent und ohne Druck.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich bei einer Fettabsaugung in Vollnarkose?

Nein, die meisten Fettabsaugungen machen wir unter örtlicher Betäubung. Vollnarkose brauchen Sie nur bei großen Eingriffen oder Lipödem-Operationen.

Ist eine Fettabsaugung unter örtlicher Betäubung schmerzhaft?

Die Einstiche und das Einspritzen der Lösung sind kurz unangenehm. Während der Absaugung selbst spüren Sie nur Druck und Bewegung. Schmerzen haben Sie nicht.

Wie lange dauert eine Fettabsaugung unter örtlicher Betäubung?

Je nach Bereich dauert der Eingriff zwischen einer und zwei Stunden. Danach bleiben Sie noch zwei bis drei Stunden zur Beobachtung in der Praxis.

Welche Narkose ist sicherer – örtlich oder Vollnarkose?

Die örtliche Betäubung hat das geringste Risiko. Es ist keine Beatmung nötig. Das Thromboserisiko ist ebenfalls niedriger.

Kann ich während der Fettabsaugung aufwachen?

Bei örtlicher Betäubung sind Sie sowieso wach. Beim Dämmerschlaf schlafen Sie leicht, der Arzt kann Sie aber ansprechen. Bei Vollnarkose ist Aufwachen extrem selten. Der Narkosearzt überwacht die Schlaftiefe die ganze Zeit.

Was kostet die Narkose bei Fettabsaugung zusätzlich?

Bei örtlicher Betäubung ist sie im Grundpreis enthalten Der Dämmerschlaf kostet etwa 300 bis 500 Euro mehr. Vollnarkose etwa 800 bis 1.200 Euro mehr.

Wann brauche ich eine Vollnarkose bei Fettabsaugung?

Bei großen Eingriffen an mehreren Körperstellen. Bei Lipödem-Operationen. Oder bei gleichzeitiger Bauchdeckenstraffung mit Fettabsaugung.

Wie lange muss ich nach einer Fettabsaugung in der Klinik bleiben?

Bei örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf gehen Sie am selben Tag heim. Bei Vollnarkose bleiben Sie eine Nacht zur Beobachtung.

Darf ich nach einer Fettabsaugung unter Dämmerschlaf Auto fahren?

Nein, am Tag der Operation dürfen Sie nicht Auto fahren. Sie brauchen eine Person, die Sie abholt und zu Hause bei Ihnen bleibt.

Wie bereite ich mich auf die Narkose vor?

Sechs Stunden vorher nüchtern bleiben. Nicht essen, nicht rauchen. Blutverdünner vorher absetzen, das besprechen wir gemeinsam. Bei Vollnarkose gibt es zusätzlich ein Gespräch mit dem Narkosearzt.

 

Über den Autor

Dr. med. Stefan Passin ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Er hat über 15 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet. Als Mitglied der DGPRÄC macht er jedes Jahr hunderte Fettabsaugungen in seiner Dresdner Praxis.

Seine Regel: Ehrliche Aufklärung über Risiken und realistische Erwartungen kommen immer zuerst. Nur so sind Patienten am Ende wirklich zufrieden.

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Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie: Leitlinie Liposuktion, 2023
  2. American Society of Plastic Surgeons: Liposuction Safety Data, 2024
  3. Klein JA: Tumescent technique for local anesthesia, Dermatologic Clinics, 1990
  4. Hunstad JP, Repta R: Atlas of Abdominoplasty, Elsevier, 2018

 

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Jeder Eingriff hat Risiken. Besprechen Sie Ihre Situation in einem persönlichen Gespräch mit uns.