Sie überlegen eine Fettabsaugung, aber die Angst vor Schmerzen hält Sie zurück? Das ist verständlich. Hier klären wir Sie transparent über alles auf. Keine Marketing-Versprechen, sondern Fakten.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Was Sie wissen sollten |
Details |
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Schmerzdauer |
2-4 Tage stark, gesamt 5-10 Tage |
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Komplikationsrate |
2,5% Standard, 3,5% bei Kombi-OPs |
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Häufigste Nebenwirkungen |
Schwellungen (3-8 Wochen), Blutergüsse (1-3 Wochen) |
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Arbeitsfähigkeit |
Nach 1-3 Tagen möglich |
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Sportpause |
1-2 Wochen, volle Heilung 6-12 Monate |
Schmerzen nach der Fettabsaugung – Was erwartet Sie wirklich?
Schmerzen nach einer Fettabsaugung fühlen sich an wie starker Muskelkater. Die intensivste Phase dauert 2-4 Tage. Nach 5-10 Tagen klingen die Beschwerden ab. Diese Schmerzen sind normal.
Je nach behandelter Region variieren Intensität und Dauer. Bei der Fettabsaugung am Bauch oder an den Oberschenkeln behandeln wir größere Areale. Das bedeutet längere Beschwerden.
Die ersten Tage: 2-4 Tage stärkste Beschwerden
In den ersten zwei bis vier Tagen spüren Sie die stärksten Schmerzen. Sie fühlen sich brennend an. Es ist ähnlich wie nach hartem Training.
Die Ursache: Bei der Absaugung entstehen Mikroverletzungen an Blutgefäßen und Lymphbahnen. Bei Patienten mit trockener oder empfindlicher Haut fallen die Beschwerden stärker aus. Das gilt auch bei Lipödem-Operationen.
Die Tumeszenz-Lokalanästhesie hält noch 12 bis 24 Stunden an. In dieser Zeit spüren Sie kaum etwas. Danach helfen Schmerzmittel und Muskelrelaxantien.
Heilungsverlauf: 5-10 Tage bis zur Schmerzfreiheit
Die stärksten Schmerzen dauern 5 bis 10 Tage. Danach bessert sich die Situation spürbar. Der genaue Verlauf hängt von mehreren Faktoren ab.
Die Absaugfläche spielt eine wichtige Rolle. Größere Areale bedeuten längere Beschwerden. Auch die Absaugmenge beeinflusst die Heilung. Bei größeren Mengen (bis 5 Liter) rechnen Sie mit längeren Beschwerden.
Individuelle Faktoren wie Hauttyp und Schmerzempfinden variieren stark. Manche Patienten sind nach einer Woche beschwerdefrei. Andere benötigen etwas länger.
Was hilft gegen die Schmerzen?
Mehrere Maßnahmen lindern die Beschwerden.
Das Kompressionsmieder ist unverzichtbar. Tragen Sie es in den ersten 4 Wochen Tag und Nacht. Die Kompression minimiert postoperative Beschwerden.
Die Tumeszenz-Lösung wirkt noch 12-24 Stunden schmerzlindernd. Danach helfen Schmerzmittel nach Bedarf.
Moderate Bewegung fördert die Durchblutung. Kurze Spaziergänge ab dem ersten Tag sind empfehlenswert.
Eine eiweißreiche Ernährung unterstützt die Geweberegeneration. Trinken Sie viel Wasser.
Risiken der Fettabsaugung – Die ehrlichen Fakten
Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es auch bei der Fettabsaugung Risiken. Die Komplikationsrate liegt bei 2,5% für Standardeingriffe. Bei Kombi-OPs steigt sie auf 3,5%. Die meisten Komplikationen sind harmlos.
Transparente Aufklärung ist die Grundlage für Ihre informierte Entscheidung. Ähnliches gilt für Brustoperationen.
Häufige, harmlose Nebenwirkungen
Die folgenden Nebenwirkungen treten bei den meisten Patienten auf. Sie bilden sich von selbst zurück.
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Nebenwirkung |
Häufigkeit |
Dauer |
Was hilft? |
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Schwellungen |
Sehr häufig |
3-8 Wochen |
Kompression, Bewegung |
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Blutergüsse |
Häufig |
2-3 Wochen |
Kompression, Arnika |
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Taubheitsgefühl |
Häufig |
Wochen bis Monate |
Klingt von selbst ab |
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Verhärtungen |
Häufig (v.a. Bauch) |
Mehrere Monate |
Massage, Bewegung |
Leichte Schmerzen und Blutergüsse treten direkt nach dem Eingriff auf. Beides bildet sich innerhalb von Tagen bis Wochen zurück. Am Unterbauch entstehen oft starke Blutergüsse. Sie lösen sich in ein bis zwei Wochen auf.
Seltene, aber ernsthafte Komplikationen
Neben harmlosen Nebenwirkungen gibt es seltenere Komplikationen. Darüber sollten Sie Bescheid wissen.
Konturdeformationen (Dellen) sind mit 9% die häufigste echte Komplikation. Sie entstehen durch Hautüberschüsse, Gewebsadhäsionen oder auch ungleichmäßige Absaugung. Moderne Techniken minimieren diese Risiken.
Thrombose und Lungenembolie treten bei der Tumeszenz-Methode selten auf. Fettembolien gehören zu den seltensten Komplikationen. Sie treten in etwa 0,03% der Fälle auf. Bei BBL (Brazilian Butt Lift) liegt das Risiko bei 0,7%.
Infektionen treten dank moderner Hygienestandards selten auf. Nachblutungen sind ebenfalls ungewöhnlich.
Thrombose-Risiko transparent erklärt
Das Thrombose-Risiko besorgt viele Patienten. Die Fakten sind beruhigend.
Bei der Tumeszenz-Methode als ambulantem Eingriff gab es bisher keinen bekannten Thrombose-Fall. Das Risiko steigt bei Vollnarkose-Eingriffen.
Mehrere Maßnahmen senken das Risiko weiter. Dazu zählen Kompressionskleidung und frühe Mobilisation. Bei Bedarf kommt eine medikamentöse Prophylaxe hinzu.
Wer ist besonders gefährdet? Risikofaktoren im Überblick
Nicht jeder Patient hat das gleiche Risiko. Bestimmte Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen. Eine gründliche Vorbereitung auf den Eingriff ist deshalb unverzichtbar.
Patientenbezogene Risikofaktoren
Chronische Erkrankungen erhöhen das OP-Risiko. Dazu zählen Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme und Gerinnungsstörungen. Besprechen Sie diese im Beratungsgespräch.
Rauchen verzögert die Heilung. Es steigert auch das Risiko für Hautnekrosen. Verzichten Sie mindestens vier Wochen vor und nach der OP auf Nikotin.
Adipositas erhöht das Thrombose- und Wundheilungsrisiko. Die Fettabsaugung dient nicht der Gewichtsreduktion.
Präoperative Anämie ist ein wichtiger Risikofaktor. Patienten mit niedrigen Hämoglobinwerten haben ein höheres Risiko. Ein Blutbild gehört zur Standarddiagnostik.
Eine geschwächte Immunabwehr kann die Wundheilung beeinträchtigen. Das gilt etwa bei Autoimmunerkrankungen.
Operationsbezogene Risikofaktoren
Die OP-Dauer beeinflusst das Risiko direkt. Je länger die Operation, desto höher das Risiko.
Das Absaugvolumen spielt eine wichtige Rolle. Bei mehr als 5 Litern steigt das Risiko. Seriöse Fachärzte halten sich an diese Obergrenze.
Die Anästhesieform macht einen großen Unterschied. Vollnarkose ist riskanter als Lokalanästhesie. Die Tumeszenz-Methode gilt als Goldstandard.
Kombi-OPs erhöhen die Komplikationsrate von 2,5% auf 3,5%. Wägen Sie die Entscheidung individuell ab.
So minimieren Sie Ihr Risiko – 5 entscheidende Faktoren
Das Risiko senken Sie durch richtige Vorbereitung, Arztwahl und Nachsorge. Die Wahl der richtigen Anästhesieoption spielt dabei eine zentrale Rolle.
Faktor 1: Die Wahl des Facharztes
Ein qualifizierter Plastischer Chirurg mit Erfahrung minimiert die Risiken.
Achten Sie auf die Facharztbezeichnung „Plastische und Ästhetische Chirurgie“. Diese erfordert eine mehrjährige Ausbildung. Eine Mitgliedschaft in der DGPRAEC ist ein Qualitätsmerkmal.
Erfahrung zählt. Fachärzte mit vielen Eingriffen kennen die Techniken gut. Sie wissen, wie man Komplikationen vermeidet.
Faktor 2: Moderne Techniken nutzen
Die Tumeszenz-Lokalanästhesie gilt als sicherste Methode. Das Komplikationsrisiko ist 10-fach niedriger als bei Vollnarkose.
Vibrationskanülen verursachen weniger Gewebeschäden. Laser-assistierte Liposuktion (LAL) weist die niedrigsten Komplikationsraten auf.
Die offene Drainage-Technik ermöglicht den Abfluss von Flüssigkeit nach der OP. Das reduziert Schwellungen.
Faktor 3: Präoperative Vorbereitung
Ein umfassender Gesundheits-Check vor der OP ist unverzichtbar. Wir prüfen Blutbild, Gerinnungswerte und Herzfunktion.
Stoppen Sie Nikotin vier Wochen vor dem Eingriff. Das verbessert die Wundheilung spürbar. Verzichten Sie auch auf Alkohol.
Setzen Sie blutverdünnende Medikamente rechtzeitig ab. Besprechen Sie alle Medikamente im Vorgespräch.
Realistische Erwartungen sind Teil der Vorbereitung. Im Beratungsgespräch klären wir, was möglich ist.
Faktor 4: Konsequente Nachsorge
Tragen Sie die Kompressionswäsche für 4-6 Wochen. Das ist wichtig für eine erfolgreiche Heilung.
Frühe Mobilisation beugt Thrombosen vor. Machen Sie am Tag nach der OP kurze Spaziergänge.
Die medikamentöse Anti-Thrombosetherapie reduziert das Embolierisiko weiter.
Halten Sie Kontrolltermine ein. Hier erkennen wir Komplikationen frühzeitig. Die richtige Erholung nach dem Eingriff ist entscheidend.
Faktor 5: Warnsignale ernst nehmen
Bestimmte Symptome erfordern sofortige ärztliche Abklärung.
Anhaltende starke Schmerzen können auf eine Komplikation hindeuten. Vor allem, wenn Schmerzmittel nicht helfen. Hohes Fieber über 38,5°C ist ein Warnsignal für Infektionen.
Atemnot kann auf eine Lungenembolie hinweisen. Handeln Sie sofort. Ungewöhnliche Schwellungen sollten Sie ebenfalls abklären.
Rötungen an den Einstichstellen können auf eine Wundinfektion hinweisen. Kontaktieren Sie in all diesen Fällen Ihren Arzt.
Realistische Erwartungen – Was eine Fettabsaugung kann und was nicht
Eine Fettabsaugung ist keine Wunderwaffe gegen Übergewicht. Sie dient der Körperkonturierung bei gezielten Problemzonen. Realistische Erwartungen sind der Schlüssel zur Zufriedenheit.
Was eine Fettabsaugung leistet
Eine Fettabsaugung entfernt nicht alle Fettzellen eines Bereichs. Sie behandelt auch kein Übergewicht. Sie eignet sich für Personen mit lokalen, diätresistenten Fettdepots.
Die Behandlung wirkt besonders gut an Hüfte und Reiterhosen oder am Doppelkinn. Auch Bauch, Oberarme, Knie und Rücken lassen sich konturieren.
Bei Lipödem ist die Fettabsaugung medizinisch indiziert. Sie lindert Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Seit 2025 übernehmen Krankenkassen die Behandlung unter bestimmten Bedingungen.
Die entfernten Fettzellen kommen nicht zurück. Das Ergebnis ist dauerhaft, sofern das Gewicht stabil bleibt.
Was eine Fettabsaugung nicht kann
Übergewichtige Menschen können dadurch nicht abnehmen. Die Methode bessert auch keine Stoffwechselstörungen.
Cellulite lässt sich nicht behandeln. In manchen Fällen wird sie sogar sichtbarer.
Eine Hautstraffung erfolgt nur bei bestimmten Laser-Verfahren in begrenztem Umfang. Bei Hautüberschuss ist eine zusätzliche Straffungs-OP erforderlich.
Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte verbessern eine Fettabsaugung nicht.
Fazit – Ehrliche Aufklärung schafft Vertrauen
Schmerzen nach einer Fettabsaugung sind mit starkem Muskelkater vergleichbar. Sie klingen nach 5-10 Tagen ab. Die Komplikationsrate liegt bei 2,5% für Standardeingriffe. Das Risiko ist überschaubar.
Transparente Risiko-Kommunikation ist wichtiger als Marketing-Versprechen. Nur wer alle Fakten kennt, kann eine informierte Entscheidung treffen. Dr. Passin klärt in seiner Dresdner Praxis ehrlich über alle Risiken auf.
Vereinbaren Sie Ihr Beratungsgespräch – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange habe ich Schmerzen nach einer Fettabsaugung?
Die stärksten Schmerzen treten in den ersten 2-4 Tagen auf. Sie fühlen sich an wie starker Muskelkater. Nach 5-10 Tagen klingen die Beschwerden ab.
Wie hoch ist die Komplikationsrate bei einer Fettabsaugung?
Bei Standardeingriffen liegt sie bei 2,5%, bei Kombi-OPs bei 3,5%. Die häufigste Komplikation sind Konturdeformationen mit 9%. Schwere Komplikationen wie Fettembolien treten in 0,03% der Fälle auf.
Kann eine Fettabsaugung tödlich enden?
Todesfälle sind selten. Sie treten fast nur bei Vollnarkose-Eingriffen oder BBL auf. Bei der Tumeszenz-Methode ist das Risiko minimal.
Wie lange muss ich Kompressionskleidung tragen?
In den ersten 4 Wochen tragen Sie die Kleidung ununterbrochen und nehmen legen sie nur zum Duschen ab.. Danach für weitere 2 Wochen tagsüber. Wann kann ich nach einer Fettabsaugung wieder arbeiten?
Die meisten Patienten sind nach 1-3 Tagen arbeitsfähig. Das hängt von der Größe des Eingriffs ab. Bei körperlich anstrengenden Berufen kann die Ausfallzeit länger sein.
Wie hoch ist das Thrombose-Risiko bei einer Fettabsaugung?
Bei der Tumeszenz-Methode als ambulantem Eingriff ist bisher kein Fall bekannt. Das Risiko steigt bei Vollnarkose-Eingriffen. Kompression und frühe Mobilisation senken das Risiko weiter.
Können Dellen nach einer Fettabsaugung wieder verschwinden?
Leichte Unebenheiten können sich im Heilungsverlauf von 6-12 Monaten zurückbilden. Ausgeprägte Dellen erfordern möglicherweise eine Korrektur.
Ist eine Fettabsaugung bei Lipödem sinnvoll?
Ja, bei Lipödem ist sie medizinisch indiziert. Sie lindert Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Krankenkassen übernehmen die Behandlung unter bestimmten Bedingungen.
Welche Anästhesie ist sicherer: Lokal oder Vollnarkose?
Die Tumeszenz-Lokalanästhesie ist sicherer. Das Komplikationsrisiko ist 10-fach niedriger als bei Vollnarkose.
Was kostet eine Fettabsaugung in Dresden bei Dr. Passin?
Die Kosten variieren je nach Umfang. Ein Angebot erhalten Sie nach einem Beratungsgespräch. Kontaktieren Sie uns für ein Erstgespräch.
Über den Autor
Dr. med. Stefan Passin, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Dr. med. Stefan Passin ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit über 15 Jahren Erfahrung. Seine Schwerpunkte liegen in der Brustchirurgie, der Lipödem-Behandlung sowie modernen Haartransplantations-Verfahren. In seiner Praxis am Dresdner Schillerplatz steht das individuelle Patientengespräch und ein natürliches, harmonisches Ergebnis im Vordergrund.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRAEC): Fettabsaugung (Liposuktion), 2024
- Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGPL): Fettabsaugung bei Lipödem, 2024
- T-Online Gesundheit: Fettabsaugung Risiken, November 2023 (Prof. Riccardo Giunta, LMU München)
- Karl Landsteiner Privatuniversität: Fettabsaugung bei Lipödem – Risikofaktor Anämie, 2025
- DocCheck Flexikon: Fettabsaugung, 2024
- Safe4beauty.com: Fettabsaugung Risiken verstehen, Mai 2025
- Helios Gesundheit: Liposuktion – Ablauf, Methoden und Risiken, Juni 2024
Kontakt und Beratung
Leiden Sie unter Lipödem? Wir helfen Ihnen weiter. Vereinbaren Sie Ihre persönliche Beratung bei Passin Ästhetik Dresden. Wir prüfen gemeinsam, ob eine medizinische Indikation für die Fettabsaugung bei Lipödem vorliegt und begleiten Sie auf dem Weg zur Kostenübernahme – oder beraten Sie zu Selbstzahler-Optionen.
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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Für individuelle Fragen zu Ihrer Behandlung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Praxis. Jede medizinische Behandlung birgt Risiken, die im persönlichen Gespräch ausführlich besprochen werden.